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Einheimische Kräuter, Kräuterrezepte,
Wildgemüse und ein Stück Natur

 

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Kräuter sind in der Apotheke oder im Kräuterladen erhältlich. Wir weisen darauf hin, dass wir keine Kräuter verkaufen sondern sie lediglich beschreiben, um den Zusammenhang zwischen Kräuterweiden und Rohmilchkäse oder der Gesundheit von Kühen zu zeigen.

Großblumige Königskerze

Verbascum densiflorum Bertol

Gemeine oder Wildblumenkönigskerze

Verbascum phlomoides

Kleinblütige Königskerze

Verbascum thapsiforme

Synonyme:
Fackelblume, Feldkerze, Frauenkerze, Himmelbrand, Himmelkerze, Löwenkerze, Wetterkerze, Windblume, Wollblume, Wollkraut

Familie:
Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae)

Namensentstehung:
Mir nicht bekannt

Beschreibung:
Die Wildblumenkönigskerze (Verbascum phlomoides) ist eine zweijährige Pflanze mit spindelförmig-ästiger Pfahlwurzel. Sie treibt im ersten Jahr meist eine Rosette großer Blätter, aus deren Mitte im nächsten Jahr der bis zu 2m hohe, runde Stengel wächst, der wie die Oberseite der Blätter dicht filzig behaart ist. Die Blätter sind schwach gekerbt, im unteren Teil der Pflanze breit ellyptisch un d in den kurzen bis eiförmig-länglich. Die Blüten stehen in achselständigen Büscheln zu 2 - 5 in einer anfangs gedrungenen, später verlängerten Traube. Die 3 - 5 cm breite, verwachsene radförmige Blumenkrone ist leuchtendgelb. Die Staubbeutel sind rötlich

Bei der Großblumigen Königskerze (Verbascum densiflorum Bertol.) läuft jedes Blatt im Gegensatz zur obenbeschriebenen Art an dem geflügelten Stengel bis zum nächst unteren herab.

Die kleinblütige Königskerze (Verbascum thapsiforme) hat kleinere Blüten

Verwechslung:
Die Arten der Königskerzen untereinander, denn es gibt zahlreiche verschiedene großblütige und zahlreiche verschiedene kleinblütige Königskerzen.

Blütezeit:
Juli - September

Vorkommen:
Königskerzen findet man an steinigen, sonnigen Standorten und auch auf Flußschotter. Für die Drogengewinnung wird die Großblumige Königskerze auf Kleinflächen kultiviert.

Verbreitung:
Ganz Europa mit Ausnahme des hohen Nordens

Sammelgut:
Blüten und Blätter

Sammelzeit:
Juli - August

Sammelvorschrift:
Die Droge besteht aus dem Blüten. Bei trockenem Wetter werden die Blüten ohne Kelch zur Mittagszeit einzeln gesammelt und möglichst schnell bei bis zu 40°C in dünner Schicht getrocknet. Sie dürfen sich dabei nicht braun verfärben. Die Droge muss in dicht schließenden Gefäßen aufbewahrt werden, da sie Wasser anzieht. Man sollte sie häufig kontrollieren und gegebenenfalls nachzutrocknen. Sie riecht honigartig und hat einen süßen und schleimigen Geschmack

Zu den Hinweisen zum Sammeln und Trocknen von Kräutern.

Inhaltsstoffe:
Aucubin, Flavonoide, Saponin, Iridoide, Phenolcarbonsäuren und Invertzucker

Anwendung:
Schleimlösendes, hustenlinderndes Mittel bei allen Erkältungskrankheiten, Husten, Bronchialkatarrh und Atemnot

Die Blätter (Herba Verbasci) werden in der Tierarzneikunde und als Volksheilmittel äußerlich zu erweichenden Umschlägen gebraucht, ebenso das durch Aufsetzen der Blumen mit Oel bereitete Oleum Verbasci. Hier Informationen zur Ölzubereitung.

Innerlich als Tee, Sirup oder Tinktur

Nebenwirkungen:
Bei länger als eine Woche anhaltenden oder immer wieder kehrenden Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden!
Nicht ohne ärztlichen Rat während Schwangerschaft und Stillzeit anwenden!
Zur Unbedenklichkeit liegen keine Untersuchungen vor.
Empfindliche Personen können bei Kontakt mit allergischen Hauterscheinungen reagieren (Kontaktdermatitis).

Geschichtliches:
In der Medizin der Antike wurde die Wurzel der Königskerze bei Durchfällen, Krämpfen, Augenentzündungen und zur Wundheilung verwendet. In Mitteleuropa ist die Königskerze als Heilpflanze seit dem Mittelalter bekannt, die Blüten werden aber erst seit neuster Zeit benutzt.

 

 

Zeichnung der Königskerze
Zeichnung: Otto Wilhelm Thomé (1885-1905)

Bild mit freundlicher Genehmigung von
Kurt Stübers

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Folgende Bilder mit freundlicher Genehmingung von Annette aus der Kräuterliste

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Foto einer Königskerze

Foto einer Königskerze





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© L. B. Schwab