Zur NavigationZur Navigationshilfe Zu den Kräuterbüchern

Ein naturnaher Bauernhof mit eigener Käseherstellung
Selber käsen auf dem Bauernhof
Seit dem Frühjahr 2000 arbeiten wir an diesem Konzept. Leider ist uns die Verwirklichung bisher noch nicht geglückt.
Ein Bauernhof, auf dem jedes Ding seinen Sinn hat! Ein Hof, auf dem die Tiere den Bauer noch kennen und wo jede Kuh ihren eigenen Namen hat. Wo Chromstahl und Elektronik nur dort eingesetzt wird wo es unbedingt nötig ist, wo die Tiere ihr Gras auf der Weide finden statt in MCAL Einheiten am Dosierautomaten. Nicht 1,5 m² vorgeschriebene Freilauffläche pro Tier als Grenze setzen, sondern das Ende des Bauernhofes. Wir möchten nicht am Morgen in einen Produktionsbetrieb arbeiten gehen, sondern mit und für die Tiere leben und arbeiten.
Wir wollen so weit wie möglich zurück zu Großmutters Bauernhof, wollen ihn mit alten, robusten Tierarten betreiben und die Tiere, soweit möglich, natürlich leben lassen. Ein Tier, das natürlich leben darf, ist glücklich und ein glückliches Tier gibt mehr Milch bzw. legt mehr Eier. Wir verzichten auf Ställe und stellen den Tieren stattdessen einen Witterungsschutz zur Verfügung, den sie jederzeit aufsuchen können, wann immer es ihnen danach ist. Wo immer es möglich ist, verzichten wir ganz auf den Eingriff in die natürliche Vermehrung, sondern halten uns unseren Stier und Eber selber. Mögen die Tiere dann für Nachwuchs sorgen, wenn ihnen danach ist. Wir enthornen unsere Kühe auch nicht, sondern halten sie so, wie die Natur sie geschaffen hat.
Unsere Kühe werden von Hand und mit einer Eimermelkmaschine gemolken. Ohne
mechanische Belastung kommt die Milch direkt von der Kuh in unseren Kupferkäsekessel,
wo sie täglich frisch über einem Holzfeuer zu Rohmilchkäse verarbeitet wird.
Nur so bleibt die Struktur der Milchbestandteile unbeschadet und ergibt
die ausgewogenen Käsesorten, die von uns angestrebt werden. Unsere Käse
lagern mindestens 4 Monate in einem nach altem Vorbild durch fließendes
Wasser gekühlten Keller bevor sie in den Verkauf kommen. Das fließende Wasser
gibt dem Keller das ideale Klima in dem der Käse bis zum Verkauf reifen
kann.
Für die Herstellung unserer Käse beziehen wir reines Lab und Käsekulturen
aus der Schweiz, wo 800 nach Christi Geburt der erste Käse sein Markenzeichen
bekam.
Unser gesamtes Sortiment ist saisonbedingt. Unseren Heukäse können wir zum Beispiel nicht herstellen, wenn die Kühe im Sommer knietief im Gras stehen. Wir werden keine Markennamen wie "Camembert", "Emmentaler" oder andere klauen, das haben wir schlichtweg nicht nötig.
Nachdem wir auf unserer Suche nach Tieren für unseren Hof so einige verwahrloste
Tiere auf Ökohöfen gefunden haben, stand unser Entschluss bewusst auf ein Öko-Siegel
zu verzichten eigentlich schon fest. Dann haben wir erfahren, dass wir, ohne
etwas an unserem Konzept ändern zu müssen, eben zufällig doch
ein Ökosiegel bekommen hätten. Also werden wir uns den Kontrollen
für das Ökosiegel unterziehen und bestätigen lassen, dass wir
tatsächlich ökologisch wirtschaften.
Unsere Hühner laufen da rum, wo sie wollen, und fressen das, was ihnen
schmeckt. Ihnen stehen nicht die gesetzlich vorgeschriebenen paar Quadratmeter
zu, sondern sie bewegen sich frei auf 20 Hektar Land. Hier haben wir jeden
Tag Ostern bei unserer Eiersuche. Bei uns lernen die Hühner wieder auf den
Bäumen zu schlafen. Und der Fuchs lernt, sich nicht mit unseren Hunden anzulegen.
Wir verwenden keine vorsorglichen Medikamente und unser Land wird weder
chemisch noch ökologisch gedüngt, wenn man mal von dem naturbedingten Dünger
absieht, den die Tiere auf natürlichem Wege über die 20 ha Land verteilen.
Wir verwenden auch keine ökologischen Farbstoffe oder Chemikalien für unseren
Käse, sondern lassen den Käse auf natürlichem Wege zu seiner Farbe gereifen.
Wir verwenden kein mikrobielles Lab für den Käse, da dieses den langen Reifungsprozess
des Käses nicht überlebt ohne Bitterstoffe zu entwickeln. Übrigens beträgt
der Labanteil im Käse ganze 0,00003 Prozent.
Momentan besteht das Land aus kräuterarmen, platten Wiesen, Wald und Feldern, was uns dazu zwingt vorerst noch Zäune zu ziehen. Das Ziel ist, die Zäune durch Hecken mit Steinhügeln zu ersetzen, nach und nach Bäume zu pflanzen und auf diese Art ein Schutzgebiet für viele Wildtiere zu schaffen. Eine Weide zum Wohlfühlen - für Mensch und Tier.
Wir möchten jedem Kunden ermöglichen, sich selbst davon zu überzeugen, dass unsere Lebensmittel qualitativ hochwertig sind. Deshalb werden wir hier jedes Tier einzeln, inklusive Krankengeschichte und Geburten vorstellen. Aber noch ist es nicht soweit - leider. Wir arbeiten daran.
Alle Angaben ohne Gewähr
© L. B. Schwab
