Hundsrose
(Rosa canina)
Heckenrose
(Rosa corymbifera)
Synonyme:
Hundsrose: Dornrose, Hagebuttenstrauch, Hagrose, Heckenrose, Hetschepetsch,
Hiefe, Honietenstrauch, Schlafdorn
Heckenrose: Buschrose, Schlafdorn
Familie:
Rosengewächse (Rosaceae)
Namensentstehung:
Mir momentan noch nicht bekannt
Beschreibung:
Mit 250 Arten der Gattung "Rose" ist diese Pflanze über
die gemäßigte Zone der Nordhalbkugel verbreitet. Letztendlich
stammen sie alle von den Wildrosen ab.
Die Heckenrose Rosa corymbifera, unterscheidet
sich von der Hundsrose, Rosa canina dadurch, dass ihre Blüten
etwas größer sind und daß sie keine Stacheln hat.
Die winterfeste und unempfindliche Hundsrose ist ein schnell
wachsender kräftiger Strauch, der 1,5m hoch, mitunter aber auch
höher wird. Er hat bogig überhängende, stachelige Zweige.
Die Stacheln, fälschlicher Weise "Dornen" genannt, sind
nach rückwärts gekrümmt, so daß ein Hineinkommen
leicht, das Herauskommen aber schwierig ist. Die dünnen Laubblätter
sind 6 - 10 cm lang, wechselständig angeordnet und 5 - 7- paarig
gefiedert. Die einzelnen Fiederblätter sind elliptisch, scharf
und unregelmäßig gezähnt und mittelgrün. Im Herbst
werden wie fahlgelb. Die Blüten stehen auf etwa 2 cm langen Stielen,
an deren Basis je ein Hochblatt steht. Die Blüten sind weißlich-rosafarbenen
Kronenblätter, stehen meist einzeln und duften schwach bis garnicht.
Die Früchte der Rose sind die Hagebutten. Diese sind
oval, hart, leuchtend rot und haben an der Spitze die Reste der Staubblätter.
Innen befinden sich zahlreiche behaarte Samen
Verwechslung:
Die Heckenrose sieht der Hundsrose sehr ähnlich und wurde früher
als eine Unterart angesehen. Heute existiert sie als eigene Art.
Blütezeit:
Hundsrose: Juni
Früchte:
September/ Oktober
Vorkommen:
Die Hundsrose wird häufig in Gärten angepflanzt, ist aber
auch häufig an Weg- und Feldrändern zu finden. Magere Weiden,
lichte Buschwälder, Waldränder. Selten über 1300m.
Verbreitung:
Fast ganz Europa, West- und Nordasien, Nordamerika.
Sammelgut:
Früchte, Blütenblätter
Sammelzeit:
Früchte: Oktober, zum frischen Verarbeiten bei der Hundsrose am
Besten nach dem ersten Frost.
Sammelvorschrift:
Stiele und Kelchreste schneidet man ab.
Jetzt hat man 2 Möglichkeiten:
1) Trocknen der gesamten Hagebutte:
Bei 75 - 80°C 30 Minuten lang vortrocknen und dann bei 40 - 45°C
gut durchtrocknen. Hagebutten sind dann nahezu geruchlos.
2.) Verarbeitung frischer Hagebutten:
Früchte entkernen, entsaften oder zu Mus verarbeiten.Hierfür
eignen sich bei der Hundsrose am Besten die Hagebutten, die den ersten
Frost erlebt haben.
Inhaltsstoffe:
Früchte:
hoher Anteil an Vitamin C Vitamine A,B, E und K Fruchtsäuren Spurenelemente,
Zucker, organische Säuren, Pektine, Gerbstoffe, Flavonoide
Die Einzelfrüchte, früher fälschlicher Weise "Samen"
genannt, erhalten fettes und ätherisches Öl, kaum Vitamin
C.
Anwendung:
Hagebutten sind vielseitig verwendbar. Likör,
Wein, Marmelade,
Torten sind nur einige der Möglichkeiten
Hagebutten zu verwenden. Nur frisch vom Strauch schmecken sie nicht
so berauschend. Bei der Bereitung von Mus werden nur wenige Vitamine
zerstört.
Hagebutten gelten als mildes Abführmittel,
stärken die körpereigenen Abwehrkräfte
und helfen so bei Erkältungskrankheiten,
denn die abführende Wirkung hilft dem Körper Giftstoffe
auszuscheiden.
Hagebutten sind ein wichtiger Bestandteil vieler Früchtetees.
Interessant ist, dass der Vitamin C Gehalt von Hagebutten 5x so hoch
wie der von Zitronen ist. Dieser Vitamingehalt geht durch Kochen
kaum verloren.
Die Rosenblüten haben einen hohen Gehalt an adstringierend (zusammenziehend)
wirkenden Gerbstoffen und eignen sich daher gut zur Bereitung von Mundspülungen
bei leichten Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Aus Rosenblättern
läßt sich eine leckere Rosenmarmelade herstellen.
Mit Rosen und Hagebutten gibt es zahlreiche Gerichte, von denen ich
einige Rezepte vorstellen möchte.
Die Kerne der Hagebutten sind ein natürliches Juckpulver, mit
dem grade die Kinder ihren Spaß haben.
Die Heckenrose befestigt Böden an Hängen und Böschungen.
Die Kunstschreinerei verwendet ihr Holz gerne.
Heckenrosen sind wichtige Brutplätze
für viele Vogelarten wie Finken und Meisen, da Katzen in ihnen
wenig Chancen haben an die Nester heranzukommen. Auch andere Tiere finden
in Heckenrosen Schutz. Ihre Früchte werden von vielen Tieren gefressen,
nicht nur von Vögeln. Die Blüten der Rosen bieten vielen Insekten
Nahrung.
Nebenwirkungen:
Es sind keine Nebenwirkungen bekannt
Geschichtliches:
Schon die Römer vertrauten ihren Kräften - bei Hundebissen
halfen die Hagebutten der Hundsrose, Wunden zu heilen. Auch bei den
Rittern galten drei Wacholderbeeren und drei Hagebuttenschalen täglich
als vorbeugender Gesundheitsschutz.
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Hundsrose
Zeichnung: Otto Wilhelm Thomé (1885-1905)
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Hundsrose
Bilder mit freundlicher Genehmigung von Kurt
Stübers
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