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Kunigundenkraut - Wasserdost (Eupatorium cannabinum)

1 Nina

Hallo alle hier im Forum,
ich bin neu hier und noch eine klitzekleine Warnung:) ich bin sehr neugierig und wißbegierig.

Ich hätte da mal eine Frage : wer kennt das Kunigundenkraut oder anderer Name ist auch der Wasserhanf ich finde in nicht hier bei den Kräutern und warum ist er Apothekenpflichtig ???? Er stärkt das Imunsystem und die Abwehrkräfte wie ich weiß und er wächst in rauhen Mengen hier bei mir zwinker

LG Nina lächel

24.08.2006 17:02 | geändert: 24.08.2006 17:05

2 wegwarte

Hallo Nina und herzlich Willkommen hier lächel

du bist neugierig und wissbegierig? Klasse! Da bist du hier genau richtig!

Stimmt, Wasserhanf, auch Wasserdost genannt (Eupatorium cannabinum) ist apothekenpflichtig. Warum das so ist, kann ich leider nicht beantworten. Es bedeutet aber eigentlich nur, dass Apotheken dieses Kraut haben müssen, nicht, dass du, um ihn in der Apotheke auch zu bekommen, ein Rezept vom Arzt brauchst. (das hieße dann "verschreibungspflichtig") Leider bedeutet es aber auch, dass man ihn in normalen Kräuterhandlungen dann nicht bekommt.
Aber wenn er bei dir in rauen Mengen wächst, kann dir das ja wurscht sein lächel

Ich habe mich bisher mit diesem Kraut recht wenig beschäftigt und es auch bisher nicht genutzt. Erst durch die Phyto-Ausbildung hab ich gelernt, dass eine Tinktur davon gut sein soll bei fieberhaften Erkältungen, Grippe, immunsteigernd usw. Seine Antivirale Wirkung ist wissenschaftlich sogar erwiesen. Man sollte nur aufpassen, ihn nicht überzudosieren...dann kommt es zu Übelkeit und Erbrechen. Leider enthält Wasserdost auch Pyrrolizidinalkaloide, die im Verdacht stehen krebserregend zu sein...Mein Wissen zum Wasserdost ist aber bisher auch noch sehr oberflächlich, da ich mich damit, wie schon gesagt, noch nicht näher beschäftig habe. Ich möchte aber auf jeden Fall in diesem Jahr eine Tinktur daraus herstellen und werde diese dann auch ausprobieren lächel

Dass er hier auf den Kräuterseiten (bis jetzt) nicht zu finden ist, hat auch einen einfachen Grund...Eigentlich hat Lotti die Kräuterseiten ursprünglich nur geschrieben, um den Zusammenhang zwischen kräuterreichen Weiden und gesunder Haltung von Kühen mal aufzuzeigen. Mit der Zeit ist es dann doch mit den Kräutern immer mehr geworden lächel ...aber es fehlen auch noch einige Kräuter...unter anderem eben auch der Wasserdost...
Vielleicht kommt eine Seite davon ja auch irgendwann mal mit dazu.
Aber wir dürfen nicht vergessen, auf dieser Homepage geht es eigentlich nur nebensächlich um Kräuter...ließ dir dazu am Besten mal die "Philosophie" und den Vorspann zu den Kräuterseiten durch...

So, dass wars erstmal
Viel Spaß weiterhin hier lächel))



Liebe Grüße Dagmar

24.08.2006 19:53 | geändert: 24.08.2006 20:06

3 Nina

Liebe Dagmar,
ich bedanke mich ganz herzlich für deine schnelle Auskunft und nichts zu trotz ist das hier meine Lieblingsseite geworden.
kennst du die Seiten (Edit: Link gelöscht da als unseriös herausgestellt) ? ich finde sie sehr schön und bin dadurch zu den Heilkräutern überhaupt erst gekommen, aber mitlerweile bin ich immer nur hier.
Ähm, hab auch das Käsen schon probiert und es klappt prima, hab in mit Buttermilch gemacht und in verschiedenen Festigkeiten. Ganz fest und klein gebrochen, hab ich in nun in Olivenöl und heimischen Oregano, sowie frischen Knoblauch und Rosmarin eingelegt, schmeckt super lecker zwinker

LG Nina

24.08.2006 20:46 | geändert von wegwarte: 23.02.2009 20:03

4 wegwarte

Wasserdost, gewöhnlicher
(Eupatorium cannabinum)
[img=http://www.kaesekessel.de/upload/wasserdost1.jpg]
[img=http://www.kaesekessel.de/upload/wasserdost2.JPG]

Synonyme:
Blauwetterkühl, Donnerkraut, Drachenkraut, Grundheil, Hirschgünsel, Hirschklee, Hirschwundkraut, Kunigundenkraut, Lämmerschwanz, Leberkraut, Wasserhanf,

Familie:
Korbblütengewächse (Asteraceae)

Namensentstehung:
Eupatorium, der lateinische Gattungsname der Staude, leitet sich von dem persischen König Eupator (Mithridates VI.) her, einem berühmten Kräuterkundigen des letzten Jahrhunderts vor Christus. Der Artname „cannabinum“ ist aus dem griechisch-lateinischen „cannabis“ abgeleitet und drückt die Ähnlichkeit der Laubblätter mit denen des Hanfes aus, so erklärt sich auch der volkstümliche Name „Wasserhanf“. Mit Hanf hat Wasserdost aber weder botanisch etwas gemein, noch wirkt er berauschend.
Die Bezeichnungen Wasserdost spielt auf die Ähnlichkeiten der Blüte mit denen des Dosts an, der ebenfalls rosafarbene Blüten hat, allerdings zu den Lippenblütengewächsen gehört.
Die Namen Hirschklee, Hirschwundkraut und Hirschgünsel zeugen von der Überlieferung, dass einst Jäger beobachtet haben sollen, wie sich verwundete Hirsche in dem Kraut wälzten, es fraßen und somit heilten.
Von den Druiden und Schamanen wurde das Kraut wohl zu allerlei Wetterzauber verwendet, daher die Namen wie Blauwetterkühl und Donnerkraut. Auch der Name Kunigundenkraut, angelehnt an die heilige Kunigunde, spielt darauf an, dass das Kraut wohl einst zur Wetterdeutung diente.

Beschreibung:
Mehrjährige, krautige Staude, die eine Höhe von 50cm bis 1,50 m erreicht. Die rötlich-braunen Stängel sind aufrecht. Die kurzgestielten Blätter sind handförmige, drei- bis fünfgeteilte, gegenständig (ähnlich denen von Hanf), wobei das mittlere Blatt deutlich größer ist. Die Blattränder sind gesägt.
Die eiförmigen bis walzenförmigen, altrosa Blütenköpfe stehen in einer dichten Schirmrispe und blühen von innen nach außen auf. Die weißen Griffel sind zweilappig und ragen weit aus den Blüten hervor. Das gibt der gesamten Rispe ein recht flauschiges Aussehen.
Die 2 – 3 mm langen, schwarzen Früchte haben oben einen Haarkranz, ähnlich wie beim Löwenzahn, der ihnen als Flugschirm dient.
Der Wurzelstock ist verzweigt und die Wurzeln riechen unangenehm.
Die ganze Pflanze schmeckt bitter.

Verwechslung:
Eventuell mit Baldrian, wenn man die Pflanze nicht genau kennt.
Bei sehr kleinwüchsigen Pflanzen ist eine Verwechslung mit dem wilden Dost durchaus möglich.

Blütezeit:
Juli – September

Vorkommen:
Europa, Nordafrika, Syrien, Kleinasien, Persien, Westsibirien, Kaukasien

Verbreitung:
Lichte, feuchte Wälder, Auwälder, Ufer oder Gräben in Nähe von Gewässern, feuchte Wiesen, nährstoffreiche, frisch bis feuchte, sonnig bis halbschattige Standorte, bis 1000 m Höhe

Sammelgut:
Das ganze Kraut (Herba Eupatorii cannabini)
Volksheilkundlich wird teilweise auch die Wurzel verwendet (Radix Eupatorii cannabini)
Hom. Eupatorium cannabinium

Sammelzeit:
Juni – August, kurz vor oder während der Blüte
Wurzeln in Frühjahr oder Herbst

Sammelvorschrift:
Die ganze, gerade erblühende Pflanze sollte bei zunehmendem Mond von Juni bis August geerntet, gesäubert, fein zerhackt und mit Doppelkorn zu einer Tinktur verarbeitet werden.

Zum Trocknen wird die Pflanze in nicht zu großen Bündeln an einem warmen, luftigen aber schattigen Ort kopfüber aufgehängt.
Anmerkung: In vielen Kräuterbüchern fand ich den Hinweis, dass die Pflanze nach dem Trocknen viel von ihrer Wirkung einbüßt. Das bezieht sich wohl hauptsächlich auf die immunstärkende Wirkung. Mein persönlicher Tipp: Tinktur herstellen zwinker

Die im Frühjahr oder Herbst gegrabene Wurzel wird gut gereinigt und in Scheiben geschnitten getrocknet. Aus der frischen Wurzel kann man ebenfalls eine Tinktur ansetzen.

Inhaltsstoffe:
Euparin, Bitterstoffglykoside (Eupatoriopicrin), Flavonoide (Eupatorin), Gerbstoffe, Harz, Inulin, ätherisches Öl, Lactucerol, Saponine, Triterpene, Polysacharride, Pyrrolizidinalkaloide.

Anwendung:
Bewährt als Immunstimulanz bei viralen Infekten sowie fiebersenkend.
Die antibakterielle Wirkung ist nachgewiesen.
Damit sich die antiinfektive Wirkung voll entfalten kann, sollte man Wasserdost möglichst bald nach dem Auftreten der ersten Erkältungssymptome einnehmen.
Als Immunstimulanz unterstützend auch bei Pfeifferschem Drüsenfieber, bei Influenza, bei Borreliose und bei Impfschäden geeignet.
beruhigt Galle, Leber und Milz, wirkt leicht abführend und entwässernd daher auch bei Ödemen anzuwenden,
hilfreich bei Heuschnupfen,
der Tee bei "Kater", als „Erste Hilfe“ nach durchzechten Nächten mit hohem Alkoholkonsum.
in der Rekonvaleszenz
äußerlich für Hautausschläge, Geschwülste, Quetschungen, Exanthemen.
Der Frischpflanzenbrei oder –saft soll als Auflage auch bei Couperose (roten, geplatzten Äderchen) helfen.

Tee:
1 TL Kraut mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen, 10 Min. lang ziehen lassen und anschließend abseihen. Bei hohem Fieber tägl. 2 - 3 x je 1 Tasse langsam trinken.
Bei zu hohem Alkoholkonsum am Abend zuvor: 2 Tassen innerhalb von 2 Stunden trinken.


In manchen Kräuterbüchern wird der Kaltauszug als besser wirksam empfohlen. Ich persönlich habe keinerlei Erfahrung mit dem Tee...

Kaltauszug
1 ½ Teelöffel Kraut mit einer Tasse Wasser übergießen und mindestens 10 Stunden (über Nacht) ziehen lassen, abseihen.
Auch hier 2 – 3 Tassen täglich trinken. Auch wenn der Tee recht bitter ist, nicht süßen!


Tinktur:
Ein Schraubglas (Twist-Off-Glas) mit zerkleinertem Wasserdostkraut locker füllen und mit hochprozentigem Doppelkorn oder Schnaps auffüllen, bis die Pflanzenteile damit bedeckt sind. Das Glas mit dem Deckel verschließen und an einem warmen Ort mindestens 2 Wochen ziehen lassen, dabei öfter schütteln. Danach kann man die Tinktur filtrieren und am Besten in eine dunkle Glasflasche mit Tropfaufsatz abfüllen.
Bei akuter Erkrankung bis zu 3 x täglich einen Teelöffel oder 30 - 40 Tropfen in etwas Wasser oder Tee einnehmen.


Wasserdost wird heute vor allem in der Homöopathie als "Eupatorium" bei Grippe, Erkältung mit Fieber und Kopfschmerzen, trockener Husten und Rheuma angewendet.

Eigene Erfahrungen:
Ich habe in diesem Jahr zum ersten Mal eine Tinktur von Wasserdostkraut (gesammelt kurz vor der Blüte, als die Blütenknospen noch geschlossen waren) mit 38%igem Doppelkorn angesetzt und bei einer aufkommenden Erkältung mit Gliederschmerzen wie oben beschrieben eingenommen. Bereits am 2. Tag waren die Symptome fast komplett verschwunden. Ich war erstaunt über diese schnelle Wirkung und habe die Wasserdost-Tinktur sofort dauerhaft in meine Kräuter-Hausapotheke aufgenommen.

* Der Sohn einer guten Bekannten hat die Wasserdost-Tinktur während einer Erkältungs- und Grippewelle hier im letzten Winter über 4 Wochen vorbeugend genommen und ist trotz engem Kontakt zu lauter Schniefnasen, Leuten mit Husten und Erkältung beschwerdefrei geblieben und hat nicht einmal einen kleinen Schnupfen bekommen. Er hat bereits für den kommenden Winter größere Mengen Wasserdost-Tinktur bei Muttern geordert und ist total begeistert davon lächel

* Meine Bekannte selbst hatte während einer Grippe wohl zu spät mit der Einnahme der Tinktur begonnen, denn es trat keine große Besserung ein, obwohl sie eine schwere Erkältung, die sie mehrere Wochen vor der Grippe hatte, mit der Einnahme der Tinktur recht schnell in den Griff bekommen hat. Ihr Mann hat die Tinktur sofort eingenommen und wurde auch erst gar nicht groß krank.
Ich denke, die Wirkung ist tatsächlich davon abhängig, dass man sofort bei Auftreten der ersten Beschwerden mit der Einnahme beginnt, bzw. bei Erkältungskrankheiten im nahen Umfeld schon vorbeugend einnimmt.

Nebenwirkungen:
Eine Überdosierung kann zu Brechreiz führen. In starker Überdosierung gilt der Wasserdost als giftig wegen der in der ganzen Pflanze, auch in der Wurzel, enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide. Diese gelten als leberschädigend und krebserzeugend. Allerdings wurde diese Wirkung von Pyrrolizidinalkaloiden nur bei sehr sehr hoher Dosierung im Laborversuch an Mäusen festgestellt. Trotzdem sollte man Wasserdost nicht über einen längeren Zeitraum einnehmen und die Tagesdosis von 3 Tassen nicht überschreiten.

* Bei meiner Tochter traten während der Einnahme Nebenwirkungen in Form von einem sehr unangenehmen "Kribbeln" im Mundraum auf. Wir haben darauf sofort die weitere Einnahme der Tinktur abgebrochen und das Kribbeln war auch schnell wieder weg. Ergänzend muss ich dazu sagen, dass meine Tochter stark unter einer Primel-Allergie leidet. Sie bekommt schon heftigen Ausschlag, wenn sich auch nur Primeln im geschlossenen Raum befinden, ohne sie berührt zu haben. Also Allergiker sollten vielleicht ein bisschen vorsichtig sein mit der Einnahme von Wasserdost.
Wasserdost eignet sich nicht zur Anwendung bei Kindern und Schwangeren.

Anbau im eigenen Garten:
Der Wasserdost ist eine schmückende Staude für größere Beete, am Rand von Gehölzen oder als Teichrandbepflanzung. Er braucht feuchten, nährstoffreichen und kalkhaltigen Boden und sollte nicht zu sonnig, also besser im Halbschatten stehen. Die Pflanze ist unkompliziert und pflegeleicht und übersteht auch kurze Trockenperioden. Sie ist frosthart und benötigt keinen Winterschutz. Man schneidet sie erst im Frühjahr zurück. Eine Teilung ist alle 2 - 4 Jahre möglich.
Aussaat im März direkt ins Freiland, später auf 40 cm Abstand vereinzelt.
Wasserdost ist Nahrungspflanze von vielen Insekten und Schmetterlingen, so z.B. von Distelfalter, Kleiner Fuchs, Tagpfauenauge und dem recht seltenen Russischen Bären.

Geschichtliches:
Wasserdost war bereits bei den alten griechischen Ärzten ein bekanntes Heilmittel.
Die Indianer Nordamerikas verwenden die Pflanze traditionell gegen Fieber.
Tabernaemontanus führte das "Kunigundenkraut" als Heilpflanze gegen langwierige Fieber und Erschöpfung auf und kannte auch deren heilsamen Einfluss auf Leber und Milz.
Hieronymus Bock hielt das Kunigundenkraut für ein die Manneskraft stärkendes Mittel.
Da die Pflanze einen schwarzen Farbstoff enthält, wurde sie früher zum Schwarzfärben verwendet.

Quellen:
Was blüht denn da?
Hunnius Pharmazeutisches Wörterbuch (9. Auflage)
Die große Enzyklopädie der Arzneipflanzen und Drogen
Heilpflanzen unserer Heimat, Dr. Jörg Zittlau u. Apotheker M. Helfferich
Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen, Das Beste Readers’s Digest
Die Kräuter in meinem Garten, Hirsch/Grünberger
Medizin der Erde - Heilanwendung, Rezepte und Mythen unserer Heilpflanzen, Susanne Fischer- Rizzi


Nachtrag: Bei den Büchern noch die Links zur entsprechenden Rezension auf der "Kräuterbücher-Site" eingefügt
EDIT: Meine Lektorin hat angemerkt, dass ich aus dem "Fisch" mal ein "Frisch" machen sollte, wegen evtl. daraus resultierender Missverständnisse zwinker Erledigt. Danke Jana lächel

Liebe Grüße Dagmar

19.11.2006 01:53 | geändert: 07.07.2016 22:15

5 wegwarte

Hallo Nina und alle anderen hier im Forum lächel

wie ihr seht, hab ich mir mal die Zeit und Muse genommen, ein ausführliches Portrait zum Wasserdost/Kunigundenkraut zu schreiben, nicht zuletzt deshalb, weil ich selbst sehr positiv überrascht war von der Wirkung der Wasserdost-Tinktur bei Erkältung mit Gliederschmerzen.

@ Nina

Ja, ich kenne die Seite und finde besonders die bebilderten Dokumentationen zur Herstellung von Salben, Tinkturen, Ölen usw. sehr gelungen. Ebenso die Reportagen zu ihren Wanderungen und "Kräuterernten".



Liebe Grüße Dagmar

19.11.2006 10:34 | geändert: 23.02.2009 20:04

6 Lotti

Hi Dagmar,

DANKE lächel
Klingt super spannend! War mir bisher nicht bekannt, also vom Namen her schon, die Pflanze auch, aber als Heilkraut wusste ich bisher darüber noch nichts. Steht ab sofort auf meiner Merkliste lächel

Liebe Grüsse

Lotti

23.11.2006 13:54

7 wegwarte

Hi Lotti lächel

mir war das als Heilkraut bis vor wenigen Monaten auch nicht bekannt...aber man lernt ja ständig dazu zwinker

Als experimentierfreudiger Mensch und auf der Suche nach ner Alternative zu dem allgemein bekannten Echinacin, dass bei mir leider nicht soooo dolle wirkt, hab ich mich mal an dieses Kraut rangewagt. Ich muss sagen, mit Wasserdost-Tinktur hat man echt was effektives zur Hand, wenns drum geht, der beginnenden Erkältung ein Schnippchen zu schlagen…

Ich hab mir inzwischen direkt ein paar Pflanzen besorgt und im Garten an den Teich gepflanzt lächel))




Liebe Grüße Dagmar

23.11.2006 19:23

8 wegwarte

Hallöchen,

ich habe die "eigenen Erfahrungen" und die "Nebenwirkungen" zu Wasserdost ergänzt. Ich habs direkt oben im Pflanzenportrait eingefügt, damit alles beisammen ist und mit einem "*" davor gekennzeichtet.

Liebe Grüße Dagmar

03.05.2007 07:52

9 wegwarte

Muss mal wieder ein Loblied auf "meine" Wasserdost-Tinktur singen:

Vorgestern: Auto in der Werkstatt...Inspektion, TÜV usw.
Super viel zu erledigen, da ich Samstag und Sonntag im Rahmen des "Tags der offenen Gartenpforte - Hessen" bei einer lieben Freundin die Kräuterführungen übernommen habe...außerdem brauchte der Lütte Gummistiefel. Also mit Tochter und ihrem Auto unterwegs. Klimaanlage viiiiel zu kalt eingestellt. Draußen brütende Hitze. Naja, kurz gesagt: Erkältung vom allerfeinsten eingefangen...das volle Programm: Gliederschmerzen, Nackenschmerzen, Kopfweh (Nebenhölen zu), verschleimt bis zu es geht nicht mehr, Husten, Stimme "erotisch" rauh wütend
...und das bei ner Führung...Na SSSUUUUPER hmmm

Wasserdost-Tinktur gleich nen Eßlöffel eingenommen. 3x (morgens, mittags, abends) Außerdem bei der Freundin nach der Führung noch ein "winziges" Tässchen (500 ml )selbst gesammelten Odermennig-Tee getrunken...für die Stimme...das Kraut der Redner und Sänger... Am Abend recht früh ins Bett.

Das war gestern...und heute geht es mir viiiiiiiiiiiiel besser lächel

Übrigens ist die Wasserdost-Tinktur von 2006! ...und immer noch wirksam lach
Soviel zur Haltbarkeit von Tinkturen... zwinker

Liebe Grüße Dagmar

13.06.2010 09:41

... 1 Jahr und 8 Monate später ...

10 wegwarte

manja

Ein herzliches Hallo an Alle!
Ich bin hier Neumitglied und hoffe auf meine Frage eine Antwort zu bekommen.
Im Internet habe ich die Herstellung von Tropfen aus Eupatorium perfoliatum gegen Erkältung und Grippe gefunden. Ich bin sehr an Dingen interessiert, die die Natur bietet, möchte aber auf Nummer sicher gehen, da es in meiner Familie Kinder gibt.
In meinem Garten habe ich eine Eupatoriumart stehen, ich glaube es ist E. purpureum. Bei Recherchen im Internet habe ich leider keine Angaben gefunden, ob man für die Tropfen jede E.-Art benutzen kann. Ich gehe davon aus, daß keine E.-Art giftig ist, aber haben die anderen Arten auch den Wirkstoff gegen Erkältung / Grippe?
Ich hoffe Ihr könnt mir weiter helfen. Im Voraus vielen Dank.
Gruß Manja
18.07.2009 17:23

wegwarte

Hallo Manja,

Soviel ich weiß, wird hauptsächlich E. perfoliatum dafür verwendet, da er keine Phyrrolizidinalkaloide enthält. Ich verwende E. cannabium, da er hier bei uns als heimische Pflanze wild wächst. Zu E. purpureum ist mir jetzt spontan nichts bekannt diesbezüglich....müsste ich nachschlagen

Guck mal, hier hab ich zu E. cannabium ausführlich geschrieben

Ich hab damit auch recht gute Erfahrungen gesammelt...steht alles in dem Thread, lies es dir mal durch. Wenn du noch Fragen dazu hast, wäre es nett, wenn du diese auch dann gleich dort im Thema stellst, sonst haben wir den Wasserdost und seine Anwendung gleich wieder in verschiedne Threads "zerpflückt".

Liebe Grüße Dagmar
18.07.2009 19:48

Edit= Aus dem Thread "Eupatorium" hier her kopiert und den doppelten Thread gelöscht....Dagmar


Liebe Grüße Dagmar

17.02.2012 17:31